1. Februar: Finissage mit 16mm-Filmvorführung

Eckard Koltermann: Ohne den 1958 in Wanne-Eickel geborenen Musiker gäbe es die beiden Filme vermutlich nicht. Koltermann hatte schon zuvor mit der Filmemacherin, Malerin und Fotografin zusammengearbeitet und noch im vergangenen Jahr bei KunstWerden zu einem Film von Dore O. live gespielt.
Eckard Koltermann: Ohne den 1958 in Wanne-Eickel geborenen Musiker gäbe es die beiden Filme vermutlich nicht. Koltermann hatte schon zuvor mit der Filmemacherin, Malerin und Fotografin zusammengearbeitet und noch im vergangenen Jahr bei KunstWerden zu einem Film von Dore O. live gespielt.

Schon zur Eröffnung der Ausstellung „Push that Button down…“ wurde der 16mm-Tonfilm „Thermoment“ von Dore O. vorgeführt. Wir freuen uns, dass wir zum Abschluss der Ausstellung „Von der analogen Kopie …“ nun auch den zweiten, mit einer Thermokamera entstandenen 16mm-Film der Mülheimer Experimentalfilmerin, zeigen können.

Zur Finissage am Donnerstag, 1.2.2018, laden wir herzlich ein. Die Ausstellung ist bereits ab 16 Uhr göffnet, die Filmvorführungen beginnen um 17 Uhr und werden bei Bedarf gerne bis 19 Uhr wiederholt. „1. Februar: Finissage mit 16mm-Filmvorführung“ weiterlesen

14. April: Osteuropäische Animationen aus dem Archiv der Kurzfilmtage

Krava na Granici (Die Kuh an der Grenze)
Krava na Granici (Die Kuh an der Grenze)

Einlass 20 Uhr, Eintritt 5 Euro.

Als sich das Festival noch „Westdeutsche Kurzfilmtage“ mit dem Untertitel „Weg zum Nachbarn“ nannte, lag ein Schwerpunkt auf Kurzfilmen aus Osteuropa. Gedreht wurde natürlich ausschließlich auf Film. Dank einer Restaurierungsmaßnahme steht ein fulminanter Querschnitt jetzt auf DVD zur Verfügung.

Wir zeigen eine Auswahl an Animationen aus den Jahren 1959 – 1972 mit dem Länderschwerpunkt Jugoslawien. Mit viel Ironie und Witz betreiben die Regisseure Sozialkritik an politischen Systemen und nationalem Dünkel. Erstaunlich zeitgenössisch!

  • Bombomanie (Bretislav Pojar, CSSR 1959, 10 min)
    Der Titel ist Programm.
  • Zastave (Zoran Jovanovic, Jugoslawien 1972, 6.45 min)
    Fahnenwahn.
  • Idu dani – Tage kommen und gehen (Nedeljko Dragic, Jugoslawien/Italien, 1969, 10 min)
    Keine Sorge, der Krieg kommt selbstverständlich auch in deine vier Wände!
  • Krava na Granici (Dragutin Vunak, Jugoslawien, 1963, 10 min)
    Fahnenwahn.
  • Tup – Tup (Nedeljko Dragic, Jugoslawien, 1971, 10 min)

Kino am 15. Januar: Asta Upset

Zum ersten Mal zeigen wir im Makro einen Langfilm. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr), der Eintritt ist frei. 

ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN (Asta Upset) spielt in einer von allen Nebensächlichkeiten befreiten „Berliner Republik“ heute, es geht um Kunstproduktion, Kreativwirtschaft – insbesondere aber um Film und Kino – ein politisches Manifest im Spielfilmformat. Die Hauptfigur Asta Andersen, Kuratorin für zeitgenössische Kunst, ist eine moderne Kämpferin, tough, durchgestlyed, theoriegestählt, das gängige Vokabular der Kulturszene perlt ihr elegant von den Lippen. Durch Äußerungen in einem Radio-Interview verscherzt sie es sich mit ihren Geldgebern, öffentliche Mittel werden auf Eis gelegt. Im Kampf um die Finanzierung ihrer Ausstellung „Das Kino. Das Kunst“, für die Hannelore Hoger unhörbare Empfehlungen in das Ohr des Bundespräsidenten flüstert, sucht sich Asta schließlich internationales „backing“ bei einem indischen Freund, der zum Glück zufällig vor Ort ist, als es irgendwo im Grünen zur folgenreichen Begegnung mit ihrer Widersacherin, Frau Ober-Kultur-Intenzentin, kommt. Der Film ist eine vergnügliche Vivisektion der Kulturbranche und ihres unbehaglichen Arrangements mit falschen Verhältnissen.

»Zusammengehalten wird der Film von – neben einer großartig stolzratlosen Hauptdarstellerin und einem bestechenden Set- und Kostümdesign – zwei Thesen, die trotz aller Einklammerungen durchschlagen: Zum einen, dass es ein Skandal ist, dass experimentelle und politische Bewegtbildgenres (wie Fassbinders 70er-Jahre Fernsehserie „Acht Stunden sind kein Tag“) aus der großen Öffentlichkeit des Fernsehens und des Kinos verschwunden sind und im exklusiven Kunstraum einer exklusiven Öffentlichkeit vorbehalten bleiben. Zum anderen, dass dieser Kunstbetrieb, der hier von adlig säuselnden, ewigen höheren Töchtern beherrscht wird, kritische Positionen nur zur Dekoration zulässt, aber eigentlich eben bestraft.« (Diedrich Diederichsen)

»ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN ist nun das Update eines genuin politischen Kinos unter gegenwärtigen Produktionsbedingungen, die selbst kritische Außenpositionen bereits institutionalisiert haben.« (TAZ)

� Max Linz, D 2014, 84 Minuten.