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Erster elektronischer Hörabend

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
  • Marius Chwalek führt Volta Penta auf.
  • Zur Aufführung kommt außerdem Sud (1985) von Jean-Claude Risset (Foto), mit einer Einführung von Edis Ludwig.
In den Anfängen der elektronischen Musik war es üblich dass die KomponistInnen sogenannte Tapemusik produzierten. Das heißt sie bereiteten Tonbänder (Tapes) vor, die bei den Aufführungen dem Publikum einfach vorgespielt wurden. Das war zum Teil den Produktionsbedingungen dieser Musik geschuldet: Die Musik wurde in vielen Stunden des Aufnehmens auf Tonbänder, Einspielen von Synthesizern auf Tonbänder und vor allem dem Schneiden der Tonbänder komponiert. Bei den Konzerten saß das Publikum in der Regel in der Mitte einer beliebigen Anzahl von Boxen, die über einen oder mehrere Kanäle die Komposition wiedergaben. Auch bei der frühen digitalen Musik war diese Aufführungspraxis sehr verbreitet; die Stücke mussten teilweise tagelang berechnet werden bevor man sie anhören konnte. In den letzten Jahrzehnten hat jedoch die Live-Elekronik zunehmend an Bedeutung gewonnen, die technischen Mittel zur elektronischen Klangerzeugung in Echtzeit und auf der Bühne selber haben sich stetig verbessert. Es gibt allerdings immernoch neue und alte Tapestücke, bei denen es sich lohnt ihnen in einer Konzertatmosphäre zu lauschen.
 
Deswegen wird es im Makroscope eine kleine Aufführung mit einer musiktheoretischen Einführung und anschließendem Hören des Stückes “Sud” (1985) von Jean-Claude Risset geben. Bei der Einführung werden Kompositions- und Synthesetechniken des Stückes vorgestellt und der musikhistorische Rahmen des Stückes abgesteckt, (hoffentlich) auch verständlich für interessierte nicht-Nerds. Anschließend könnte man noch ein bisschen über die Eindrücke, die das Stück hinterlässt reden. Das wird dann der Auftakt zu einer regelmäßigen Tapemusik-Aufführung im Makroscope.
 
Im Gegensatz zu Jean-Claude Risset kann der Produzent Marius Chwalek selbst anwesend sein und seine Arbeiten zur Aufführung bringen. Von ihm erschien 2018 das Album Volta Penta auf Ana Ott. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen IDM, Experimental, Ambient und Musique concrète. Seine Kompositionen zu Volta Penta entstanden aus der Beschäftigung mit den Klängen elektromagnetischer Felder – Geräusche wie die eines Scanners im Ruhezustand, eines Computers oder astronomischer Objekte, hörbar gemacht durch die passende Technik.

Eintritt frei.

Details

Date: 19. Januar
Time: 20:00 - 22:00
Veranstaltung CategoryKonzerte