In unseren Atelierräumen arbeiten KünstlerInnen an den Schnittstellen von Kunst und Technik. Darunter sind international etablierte wie die Lichtkunst-Gruppe RaumZeitPiraten, aber auch Studierende, Quereinsteiger und überzeugte Dilettanten. Es ist diese Vielfältigkeit mit ihren überraschenden Synergieeffekten, die wir im Makroscope fördern wollen und die das Projekt im Kern ausmacht.

Auch andere Kunstvereine treffen sich regelmäßig im Makroscope, und in der KünstlerInnenwohnung des Ringlokschuppen leben Theaterschaffende während ihres Aufenthalts in der Stadt. Gruppen und Einzelpersonen nutzen als Gäste unser Gemeinschaftsatelier, das ein Herzstück des Hauses ist. Hier gibt es unter anderem eine Druckwerkstatt. Es gehört zu unserem Selbstverständnis, für solche Nutzungen die Infrastruktur zu stellen – wo möglich kostenfrei. Hier stellen wir einige der ständigen NutzerInnen vor.

Das Vinyl- und Kassettenlabel Ana Ott hat im Haus sein Hauptquartier – halb Büro, halb Werkstatt oder Atelier. Denn die Produkte des Labels, das sich einer experimentellen Herangehensweise an Klang verschrieben hat, entstehen zumindest zum Teil in Handarbeit. Dabei wird geziel die Kooperation mit den anderen Bereichen des Hauses gesucht, zum Beispiel wenn das Artwork einer Kassette im Museum für Fotkopie entsteht, oder wenn – gemeinsam mit dem Festival für audiovisuell Experimente – eine animierte Picture-Schallplatte entsteht.

Auch die Makroscope-Gigposter und die hauseigene Radiosendung entstehen im Ott’schen Atelier.

Die Arbeiten der Künstlern Gabriele Klages zeigen Transformationen. Bestehende Informationsstrukturen werden aufgelöst und neu formuliert. Denn, so lautet ihr Leitsatz: Aus jedem Ende erwächst ein neuer Anfang, der Ursprung bleibt,Formen und Gestalten ändern sich. Obsolete Datenträger „ausgediente und ausgemusterte Dinge, vorrangig aus der Informations- und Medienwelt“, erhalten in Klages‘ Bildern, Objekten, Raum-Klang- Licht- Installationen ein neues Leben. Bestehende Informationsstrukturen werden aufgelöst, neu formuliert und lassen für den Betrachter Assoziationen zu. 

Das Künstlerkollektiv RaumZeitPiraten entwickelt seit 2007 multimediale Rauminszenierungen. Sie entwerfen ephemere Modelle von unperfekten Mensch-Maschine Gegenwelten mit denen sie berechnete Realitäten und maschinendominiertes Verhalten in Frage stellen. Ihre Aktivitäten sind spielerisch experimentelle Verknüpfungen von Klang, Bild, Objekt, Raum und Zeit. Die Piraten sind Jan Ehlen, Tobias Daemgen und Moritz Ellerich.

Im Jahr 1998 war Katharina Geling eine leidenschaftliche Hobbypferdefotografin. Heute sind ihre fotografischen Arbeiten eine Meditation über Erinnerung und Wahrnehmung. Schwerpunkte sind autobiographische Themen, Gemeinschaft und Verlust. Auch Ole-Kristian Heyer arbeitet insbesondere im Bereich Fotografie, aber auch mit Kartografie und Installation, wobei sein Fokus stets auf den inhaltlichen und formalen Funktionsweisen dieser Medien liegt. Die beiden teilen sich ein Gemeinschaftsatelier.