Xerophonie

Xerophonie
Ein Stück für Bild- und Ton-Reproduktionsmaschinen
Karl Hermann Moeller, 1985-1990

Die Xerophonie entstand auf meinen Deutschlandreisen in den Jahren 1985-1990. Meine Reiseerinnerungen befinden sich in einem Koffer, der einen Cassettenrecorder und desen xerokopierten Reproduktionen als DIN A-4 Blätter enthalten.

Auf Bahnhöfen, Flughäfen, in öffentlichen Einrichtungen – fast überall – findet man Fotokopierautomaten, historische Ungetüme von Maschinen aus den Anfängen der Fotokopie bis hin zu digitalen Laserkopierautomaten. Sie waren das Ziel meiner Reisen. In Bibliotheken, auf Messeständen, in überfüllten Copy-Shops etc. wartete ich geduldig darauf , meine Reiseandenken zu erhalten.

Aufgelegt auf die Kopiermaschine reproduzierte auf Knopfdruck der Cassettenrecorder die Reproduktionsgeräusche des Kopierautomaten, der wiederum gleichzeitig Fotokopien des Cassettenrecorders erzeugte. Es entstand eine akustisch-visuelle Dokumentation sich gegenseitig reproduzierender Maschinen.